Unser Kleiderschrank ist politischer, als viele von uns wahrhaben wollen. Im Dezember 2025 fanden in Heidelberg zwei Veranstaltungen rund um das Thema globale Modeproduktion, Konsum und verantwortliches Handeln in dem Zusammenhang statt. In Kooperation mit dem Antiquariat Blaumilch, dem Gloria Filmkunsttheater Heidelberg sowie mit Unterstützung des Amtes für Abfallwirtschaft der Stadt Heidelberg kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zu Gesprächen, Film und Austausch zusammen.
Den Auftakt bildete ein Talk in der Buchhandlung und im Antiquariat Blaumilch. Die Journalistin und Fashion Ambassador Susanne Barta aus Bozen und Sabine Loh, Gründerin von slow.media.solutions aus Heidelberg, sprachen über soziale, ökologische und politische Hintergründe der globalen Modeindustrie. Besonders im Fokus standen die Arbeitsbedingungen im Globalen Süden sowie aktuelle Entwicklungen wie die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf Textilarbeiterinnen und -arbeiter.
Im Gloria Filmkunsttheater Heidelberg gab es eine Sondervorstellung des Films „Made in Bangladesh“. Der eindrucksvolle Film erzählt die Geschichte junger Textilarbeiterinnen, die nach der Rana-Plaza-Katastrophe 2013 für ihre Rechte kämpfen. Im anschließenden Publikumsgespräch diskutierten Susanne Barta, Sabine Loh und Monika Fehmer vom Amt für Abfallwirtschaft der Stadt Heidelberg gemeinsam mit dem Publikum über bewussteren Modekonsum und die Verantwortung von Konsumentinnen und Konsumenten.
Die beiden Veranstaltungen boten Raum für Information, Austausch und Reflexion und machten deutlich, wie eng unser Konsum mit globalen sozialen und ökologischen Fragen verbunden ist. Gerade in der Vorweihnachtszeit setzten die Gespräche und der Film ein wichtiges Zeichen für mehr Bewusstsein im Umgang mit Mode und Konsum.











